Startseite

pfeil

Der Knorpelschaden bei Fußballern

Der Gelenkknorpel der großen Gelenke (Knie, Fuß, Hüfte) ist speziell beim Fußballer einer erhöhten akuten als auch chronischen Belastung ausgesetzt. Beinfehlstellungen wie X- oder O-Beine, Bänderinstabilitäten  und nicht intakte oder zu spät operierte Kreuz-bandrisse beschleunigen Knorpelschäden. Knorpelflächen wie zum Beispiel Menisken besitzen eine begrenzte Heilungsmöglichkeit, da das Gewebe keine eigene Blutversor-gung besitzt. Knorpelschäden führen zur frühzeitigen Gelenkarthrose. Dieses soll beson-ders bei jüngeren Spielern vermieden werden.


Es gibt viele Therapieansätze, doch nur wenige zeigen befriedigende Ergebnisse.
Es gibt z.B. Gelenkspritzen mit synthetisch hergestellten Substanzen, die dem menschli-chem Knorpel ähnlich sind ( Hyaluron). Diese sollen sich wie eine Schutzhülle über den Knorpelschaden legen. Eine vollständige Reparatur des Knorpels ist dabei jedoch nicht zu erwarten.


Vor Cortison-Injektionen bei jungen Spielern rät man generell ab, da sie eine deutliche Störung des Knorpelstoffwechsels zur Folge haben können. Deshalb niemals einfach fit spritzen lassen, ohne dass vorher mittels Kernspintomographie ein Knorpelschaden aus-geschlossen wurde!


Mittlerweile versucht man mit gentechnologischen Verfahren die Zerstörungsprozesse am Gelenkknorpel zu bekämpfen. Diese Methoden sind zukunftsweisend und erfolgsver-sprechend. Hierzu zählt das Orthokin-Verfahren ( Eigenblut angereichert mit knorpel-schützenden Substanzen).

Arthroskopien mit Spülung zur Entfernung von störenden Partikeln im Gelenk führen in der Regel zur kurzzeitigen Besserung der Gelenksituation.
Die Entfernung von losen Knorpelstücken und Meniskusoperationen führen ebenfalls kurzfristig zu einer Besserung der Beschwerden. Anschließend entsteht jedoch kaum neues gesundes Gewebe, dass die spätere Arthrose verhindern könnte.
Das Anbohren und Anfräsen von krankem Knorpel kann zur Bildung von minderwerti-gem Knorpelersatzgewebe führen. Die Knorpelimplantation (MACI) kann zu guten Knorpelverhältnissen gelangen. Die Knorpeltransplantation (OATS) ist eine bevorzugte Methode, bei der Knorpelknochenzylinder aus gesunden Bereichen in Zonen der Knor-pelschäden fixiert werden. Dieses Verfahren ist das einzige, bei dem der umschriebene Knorpelschaden effektiv  durch widerstandsfähigen gleichen Knorpel ersetzt werden kann.
In der Entwicklung befinden sich andere vielversprechende Verfahren, wie z.B. die Ferti-gung von Stützgerüsten, welche die Fixierung von Knorpelflächen verbessern soll, sowie die Anwendung von Wachstumsfaktoren mit knorpelbildendem Effekt.

Die Gentherapie wird in Zukunft  wohl im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Dr.med.Emanuel Merkle
Facharzt für Orthopädie u. Dipl.-Sportlehrer

Statthalterhofweg 70
50858 Köln-Junkersdorf

Tel  0221 539 737 7

Private Kassen
 
Comesstr. 6-8
50321 Brühl

Tel 02232 452 78

Alle Kassen
Theresienhöhe 1
50354 Hürth

Orthopädische Praxis:
Tel 02233 939 64-10

Praxisklinik (OP):
Tel 02233 939 64-20

Alle Kassen


Hotline für alle Standorte
Tel  02232 452 78