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Fußballspielen - Mit dem Fuß Umknicken – Weiterspielen – Und die Folgen

Hundebiss oder Umknicken mit dem Fuß - Welche ist die häufigste Sportverletzung in Deutschland?

Es ist der Hundebiss! Hier durch droht z.B. beim Joggen die häufigste Verletzungsgefahr.


Bei den klassischen Sportverletzungen steht allerdings der Außenbandriß am Sprungge-lenk als Folge des Umschlagens an erster Stelle. Statistisch gesehen sogar bis zu 1000 mal täglich in Deutschland
Bevorzugt betroffen sind  Sportler unter 35 Jahren und in dieser Altersgruppe Jugendli-che zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr. Bei etwa 15% der Betroffenen muss im wei-teren Verlauf mit verschleißbedingten Spätschäden im Sprunggelenk gerechnet werden. Also macht die Arthrose vor dem oberen Sprunggelenk gerade beim sportlich Aktiven nicht Halt. Immerhin ist das Sprunggelenk das am stärksten belastete Gelenk des men-schlichen Körpers und muss schon beim normalen Gehen bei jedem Schritt das 7-fache des individuellen Körpergewichts tragen. So verwundert es nicht, dass besonders dieje-nigen, die Sportarten mit Belastung der unteren Extremitäten ausüben (z.B. Fußballspie-len)  häufig Jahre später von einer Arthrose im Sprunggelenk betroffen sind. Diese eher ernüchternden Früh- und Spätverläufe haben ihre Ursache in der überaus sensiblen Mechanik des Sprunggelenks.


Eine nicht erkannte und nicht korrekt behandelte Außenbandverletzung ( z.B. mit zusätzlicher Syndesmosenverletzung) erhöht das Risiko einer späteren Arthroseentwicklung und Instabilität des Sprunggelenks erheblich. Daher ist es äußerst wichtig, dass sich der Arzt dieser Verletzungsgefahr bewusst ist und dass die Verletzung durch sorgfältige Untersuchung, Lokalisierung der Druckempfindlichkeit, Stabilitätsprüfung und Röntgenaufnahmen (gegebenenfalls mit Kernspintomographien) korrekt diagnostiziert  wird. Bandverletzungen am Sprunggelenk sollten niemals bagatellisiert werden, da nur eine korrekte Behandlung die vollständige Wiederherstellung gewährleistet. Das Fußballspielen sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn keine Schmerzen mehr bestehen, ein normaler Bewegungsumfang und normale Beinmuskelkraft wieder erlangt sind. Der Fußballer sollte daher abhängig von der Schwere der Verletzung eine Trainingspause von 4-8 Wochen einhalten. Wird das Spielen wieder aufgenommen, sollte das Gelenk durch einen Tape-Verband oder eine Schnürbandage passend für den Fußballschuh gestützt werden. Schrittweise sollte auch ein spezielles Wadenmuskeltraining mit Reflexschulung hinzukommen. Ärzte sollten hier entsprechende krankengymnastische Rezepte verordnen. Ist das Sprunggelenk nach Abschluss der Behandlung noch instabil und führt zu wiederholtem Umschlagen, kann eine operative Therapie notwendig werden.


Dr. med. Emanuel Merkle
Facharzt für Orthopädie

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